Weltmoderne Literatenmalerei

Du sollst dir dein Bild machen…

24. September 2020 Bodytext

Mein „Ost-Westlicher Diwan“ setzt der Künstlichen Intelligenz die natürliche entgegen. Darin deckt er sich mit Goethes „Westlich-östlichen Divan“. Doch anders als Goethe will dieser Diwan kein altes Sehen, kein zurück zur Vor-Moderne, die noch an die „Idee“ einer „höheren Macht“ glaubte. Das Zeitalter des Anthropozäns ist „nach Gott“, nachdem der Mensch Gott als Anker gelichtet hat. Der Heutige hat endgültig das Schicksal selbst in die Hand genommen, schöpft seine Identität aus wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen. Er hat sich und die Natur verdinglicht,weiterlesen

DIE NARRATION OHNE DA-SEIN („Figura Originis“ 2017 – 2020)

1. Dezember 2019 NICHTNICHTBILDER

  Wenn ein Bild nicht durch den Künstler, durch ihn hindurch geschieht, ist es dann Zufall, Konzept oder Spiel? In einer Kunst ohne Abbild und Konzept, die aus der Leere ein So-Sein, eine Seele ohne Körper, eine Erzählung ohne Gegenstand erschafft, ist das Spiel eine ernste Sache: „WuWei“ – „absichtsloses Tun“. Das Bild ist hier, wie in der Literatur, vor-bildlich, nicht-real, dadurch realiter als ein Abbild der Realität. Es spiegelt „wirkliche Wirklichkeit“ in ihrer „unvollkommenen Vollkommenheit“ und „absoluten Freiheit“ wider.weiterlesen

KÖRPERSPRACHE („BODYTEXTE“ 2016 – 2020)

2. August 2019 NICHTNICHTBILDER

  Mein „Frisch gewagt ist halb gewonnen!“ versucht Kalligrafie als Körpersprache neu zu denken. Kalligrafie entstand, als es nur wenige Schriftgelehrte gab, die den Inhalt ihrer Texte schriftbildlich den Nicht-Lesenden vermittelten. Sie machten sich die Tatsache zunutze, dass der Rhythmus einer Linie, für sich, als Körpersprache spricht. Verzichtet das „schöne Schreiben“ ganz auf festgelegte Zeichen, spricht es als „Bodytext“, widerlegt es den Grundsatz der westlichen Aufklärung: „Ich denke, also bin ich“, zeigt es das Gegenteil: „Ich bin, also denke ich“.weiterlesen

BILDER MEINER AUSSTELLUNGEN

3. Oktober 2018 NICHTNICHTBILDER

– Februar bis August 2020: „Weltmodern“, Kirche auf dem Tempelhofer Feld – September 2019: „von SELBST“, Doppelausstellung in der „Kapelle am Urban“ und im Galerie-Cafe „Dildile“ (Berlin-Kreuzberg). – September 2018: „TRANSIT – Ein neues Menschenbild“, Galerie Salon Halit Art (Berlin-Kreuzberg) – Januar 2018: „BODYTEXT“, Doppelausstellung in der „Kapelle am Urban“ und im Galerie-Cafe „Dildile“ (Berlin-Kreuzberg). – Februar 2016: „DAS SCHÖNE KRITZEL“, GM 26, Gutsmuthstraße (Berlin-Steglitz). – Dauerausstellungen: „WILLKOMMEN IN DER WELTMODERNE“, Praxis: „Kiezhebammen Steglitz“, Grunewaldstraße – „MENSCHLICH ALLZUMENSCHLICH (MAM)“ undweiterlesen

Vita

6. Januar 2017 Kontext

Geboren 1954 in Neumünster (Schleswig-Holstein) Hauptschüler/ Elektromechaniker (bis Mitte 1977 in Neumünster) Parteifunktionär (KPD/ML, KJD, VSP bis Ende 1987 in Dortmund und Köln) Taxifahrer (seit 1990 in Berlin) Seiteneinsteiger und Autodidakt in der Malerei (seit 1989) 1990 – 1992 Versuche als Kopist (Portraits und Stillleben) 1993 – 2015 DIE SUCHE NACH DEM LYRISCHEN ICH*. Auseinandersetzung mit dem spontanen Ductus der Hand, der „écriture automatique“ (automatisches Schreiben) der Surrealisten, dem „Malprozess“ (offenes Bild) im Informel, dem „WuWei“ (absichtsloses Tun) der Taoistenweiterlesen

Reportage

5. Januar 2017 Kontext

KONKRET IST ZUWENIG Atelierbesuch der freien Journalistin Christina Praus für die Zeitung „Kiez und Kneipe“ – August 2015   Konzentriert steht Jürgen Tobegen vor drei Quadratmetern weißer Leinwand. Gedankenleer wird er impulsiv und frei bildhafte Schriftzeichen malen, Kalligrafien, eine jahrtausende alte Kunst. Er wird allein seinen Körper mit Gesten sprechen lassen und damit den Moment vor dem formulierten Gedanken darstellen. Ausreichend gegenständlich, um alles zu sagen, denn konkreter wäre zu wenig. Und weniger will er nicht.        weiterlesen

Kommentare

4. Januar 2017 Kontext

DIE SETZUNG EINER GESTE   …auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens. Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Die Uneindeutigkeit istweiterlesen

Eigene Texte

5. Dezember 2016 Bodytext

MALER DENKEN MIT DEM PINSEL IN DER HAND (2020) Erstes Vorwort zum Buch „Du sollst dir dein Bild machen…“ – ZUR WELT KOMMEN HEISST, ZUR SPRACHE KOMMEN (2020) Zweites Vorwort… – DIE KOPERNIKANISCHE WENDE IM DENKEN (2020) Nachwort zum Buch… – DIE NARRATIONEN DES SO-SEINS (2020) Der Mensch orientiert sich an Zeichen, die er selbst nicht setzen kann, und an Zeichen, die er selbst gesetzt hat… – DER BODYTEXT (2020) Mein: „Frisch gewagt ist halb gewonnen!“ versucht Kalligrafie als Körperspracheweiterlesen

>BILDARCHIV<

8. März 2015 NICHTNICHTBILDER

– 2018  TRANSIT (Ein neues Menschenbild)  – 2017 BODYTEXT (Kalligrafie neu gedacht) – 2016 DAS SCHÖNE KRITZEL – 2015 KALLIGRAFICOLLAGEN II – 2013 SCHWARZ AUF WEISS UND FARBE – 2012 KALLIGRAFIECOLLAGEN I  – 2011 EIWEIS (Es Ist Was Es Ist) – 2010 DENKFIGUREN – 2009 NOBJEKTIVE – 2008 LOGOSBLÜTEN – 2007 RU(I)NEN-SCHRIFT – 2004 POEGRAFIE – 2002 EIN DUCTUS ERZÄHLT – 2000 ABSTRAKTE KALLIGRAFIE