KI: Kalligrafisches Informel

INDIGENIAL*

8. März 2020 Bodytext

Mein ost-westlicher Diwan transformiert mit seinem fernöstlichen, kalligrafischen Ansatz das westliche Informel, das eine Negation der gegenständlichen und abstrakten Form war und in seiner Negation steckenblieb, in eine Entstehungsform. Die Negation der Negation macht aus dem Malprozess ohne feste Form ein „Sich-Selbst-Bildendes“ das, indem endlich auch im Atelier der Mythos des Schöpfers aufgehoben wird und das Bild nicht mehr durch den Maler durch ihn hindurch geschieht, keine Architektur einer „Neuen Welt“, die Performance einer „Neuen Zeit“ ist. Die Dualität zwischenweiterlesen

GESCHLOSSEN – WELTMODERN – GESCHLOSSEN

31. Dezember 2019 Bodytext

DIE AUSSTELLUNG „WELTMODERN“ VOM 21.FEBRUAR BIS 29.MÄRZ 2020 IN DER KIRCHE AUF DEM TEMPELHOFER FELD, WOLFRING 71, 12101 BERLIN, IST AUCH VON DEN VERANSTALTUNGSVERBOTEN ZUR BEKÄMPFUNG DER CORONA PANDEMIE BETROFFEN. ABSTAND HALTEN UND SOZIALE KONTAKTE VERMEIDEN GILT AUCH HIER. SOBALD DIE KIRCHE WIEDER GEÖFFNET IST WIRD EIN NEUER TERMIN FÜR DIE FINISSAGE BEKANNT GEGEBEN. –     Zur Vernissage am 21.Februar kamen ca. 80 Besucher die von der Lebendigkeit der Bilder angetan, begeistert dem musikalischem Rahmenprogramm von Roy Sunack (Bansuri),weiterlesen

ENTSTEHUNGSFORM

1. Dezember 2019 NICHTNICHTBILDER

Die realistische Form (gegenständliche Malerei) wird vom Verstand erdacht, indem er aus dem unbewusst Ewigen das von ihm verstandene Leben isoliert und es in eine vom ihm vermessene und berechnete Architektur und Statik projiziert. So behauptet der Verstand sich, die Projektion des Geistes in das Objekt, die Objektivität als Welt(ordnung). Die surrealistische Form (abstrakte Malerei) ist dem gegenüber ein „a priori“, keine vom Verstand reflektierte, eine vom Vorbewussten im Tagtraum erlebte Parallelwelt, die ihre Macht nicht aus dem objektiven Beweis,weiterlesen

BODYTEXT

2. August 2019 NICHTNICHTBILDER

  Die Wahrheit steht zwischen den Zeilen, das was die Welt im innersten zusammenhält ist kein Etwas, ist Rhythmus, dessen Geist der Mensch unbewusst-bewusst erfährt, der von der Leere (Stille) zur Form (Klang), von der Form (Gedanke) zur Leere (Bewusstsein) oszilliert, so dass der Mensch den Geist nur bedingt als Text, Bild, Symbol, Zahl erfasst, weil er durch ihn, durch ihn hindurch und nicht durch ihn geschehen kann. Meine Pinselarbeit versucht Kalligrafie als Körpersprache neu zu denken. Die Festlegung desweiterlesen

BILDER MEINER AUSSTELLUNGEN

3. Oktober 2018 NICHTNICHTBILDER

        September 2019 Doppelausstellung „von Selbst“ Kapelle am Urban     Galerie-Cafe „Dildile“                     September 2018 „Transit – Ein neues Menschenbild“ Galerie Salon Halit Art           Januar 2018 Doppelausstellung „Bodytext“ Kapelle am Urban   Galerie-Cafe „Dildile“           Stimmen zur „Bodytext“-Ausstellung   „Jürgen Tobegens jüngste Arbeiten bringen nicht nur den Raum zum Klingen, sondern verströmen eine Kraft, die eine Zäsur markiert,weiterlesen

Vita

6. Januar 2017 Kontext

Geboren 1954 in Neumünster (Schleswig-Holstein) Hauptschüler/Elektromechaniker (bis Mitte 1977 in Neumünster) Parteifunktionär (KPD/ML, KJD, VSP bis Ende 1987 in Dortmund und Köln) Taxifahrer (seit 1990 in Berlin) Autodidakt in der Malerei (ab 1989) 1993 – 2015 Auseinandersetzung mit dem spontanen Ductus der Hand, der „écriture automatique“ (automatisches Schreiben) der Surrealisten, dem „Malprozess“ (offenes Bild) im Informel, dem „WuWei“ (absichtsloses Tun) der Taoisten und dem „Weg des Pinsels“ (Nicht-Geist-Nicht-Denken) im ZEN 2016 DAS SCHÖNE KRITZEL (Ontologischer Realismus) 2017 BODYTEXT (Kalligrafie neuweiterlesen

Reportage

5. Januar 2017 Kontext

KONZENTRIERT STEHT JÜRGEN TOBEGEN     …vor drei Quadratmetern weißer Leinwand. Gedankenleer wird er impulsiv und frei bildhafte Schriftzeichen malen, Kalligrafien, eine jahrtausende alte Kunst. Er wird allein seinen Körper mit Gesten sprechen lassen und damit den Moment vor dem formulierten Gedanken darstellen. Ausreichend gegenständlich, um alles zu sagen, denn konkreter wäre zu wenig. Und weniger will er nicht.   Schon während seiner Jugend in Neumünster, einer kleinen Stadt im Norden Deutschlands, wollte er ausdrücken, was er fühlte. Aber dasweiterlesen

Kommentar

4. Januar 2017 Kontext

DIE SETZUNG EINER GESTE     …auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens.   Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Dieweiterlesen

>BILDARCHIV<

8. März 2015 NICHTNICHTBILDER

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