"von SELBST"

HERAUSGEBILDET

3. November 2019 NICHTNICHTBILDER

MEIN BILD ZEIGT DAS UREWIGE SUJET NEU: Die sich-selbst-bildende Formulation. In der westlichen abstrakten Kunst hörte mit Jackson Pollock das Bild auf Werk eines Schöpfers zu sein, es geschah nicht mehr durch den Maler, es geschah durch ihn hindurch. Das Bild zeigte nicht mehr das Ab– oder Ebenbild einer rationalisierten Wahrheit, die der Maler gegenständlich oder abstrakt zur Vorstellung brachte. Das Bild geschah performativ, unmittelbar, direkt, durch die irrationale Vernunft der Malaktion. Der Maler rang mit dem Nichts und fandweiterlesen

Hineingeschrieben

2. Juli 2019 NICHTNICHTBILDER

WENN ICH MALE, WEISS ICH NICHT WAS ICH MALE …ich weiß nur: Ich folge dem „Wie“, der „Spur der Ahnung“, die nicht durch mich, durch mich hindurch zur „Formulation“ findet, wie Arno Stern die aus dem „organischen Gedächtnis“ geborene Gestalt nennt. Die „Formulation“ bringt vor-bildliche Erfahrungen ans Licht, so dass der Biologe und Philosoph Andreas Weber von einer eingeborenen Genialität, der „Indigenialität“ spricht. Sokrates, dessen Mutter Hebamme, eine „Maia“ war und dessen Dialogführung als „Maieutik“ (Hebammenkunst) bezeichnet haben soll, behauptetweiterlesen

Rede zur Ausstellung „von SELBST“

10. Juni 2019 Bodytext

  MIT DEM „VON SELBST“ LEHNE ICH MICH     …einerseits an Nietzsches „von Ohngefähr“ an, an den „ältesten Adel der Welt“, mit dem sein Zarathustra die Dinge „von der Knechtschaft unter dem Zwecke“ befreit und bekunde andererseits, was mir tatsächlich widerfahren ist. Als ich ein zweites mal in meinem Leben Künstler werden wollte, da hatte ich einen absichtslosen, spontanen Strich. Ich habe ihn nicht gesucht, ich habe ihn gefunden, doch ich konnte mit ihm nicht an die Öffentlichkeit gehen,weiterlesen

BILDER MEINER AUSSTELLUNGEN

3. Oktober 2018 NICHTNICHTBILDER

        September 2019 Doppelausstellung „von Selbst“ Kapelle am Urban     Galerie-Cafe „Dildile“                     September 2018 „Transit – Ein neues Menschenbild“ Galerie Salon Halit Art           Januar 2018 Doppelausstellung „Bodytext“ Kapelle am Urban   Galerie-Cafe „Dildile“           Stimmen zur „Bodytext“-Ausstellung   „Jürgen Tobegens jüngste Arbeiten bringen nicht nur den Raum zum Klingen, sondern verströmen eine Kraft, die eine Zäsur markiert,weiterlesen

Vita

6. Januar 2017 Kontext

Geboren 1954 in Neumünster (Schleswig-Holstein) Hauptschüler/Elektromechaniker (bis Mitte 1977 in Neumünster) Berufsrevolutionär (KPD/ML, KJD, VSP bis Ende 1987 in Dortmund und Köln) Taxifahrer (seit 1990 in Berlin) Autodidakt in der Malerei (ab 1989) 1993 – 2015 Auseinandersetzung mit dem spontanen Ductus der Hand, der „écriture automatique“ (automatisches Schreiben) der Surrealisten, dem „Malprozess“ (offenes Bild) im Informel, dem „WuWei“ (absichtsloses Tun) der Taoisten und dem „Weg des Pinsels“ (Nicht-Geist-Nicht-Denken) im ZEN 2016 DAS SCHÖNE KRITZEL (Ontologischer Realismus) 2017 BODYTEXT (Kalligrafie neuweiterlesen

Reportage

5. Januar 2017 Kontext

KONZENTRIERT STEHT JÜRGEN TOBEGEN     …vor drei Quadratmetern weißer Leinwand. Gedankenleer wird er impulsiv und frei bildhafte Schriftzeichen malen, Kalligrafien, eine jahrtausende alte Kunst. Er wird allein seinen Körper mit Gesten sprechen lassen und damit den Moment vor dem formulierten Gedanken darstellen. Ausreichend gegenständlich, um alles zu sagen, denn konkreter wäre zu wenig. Und weniger will er nicht.   Schon während seiner Jugend in Neumünster, einer kleinen Stadt im Norden Deutschlands, wollte er ausdrücken, was er fühlte. Aber dasweiterlesen

Kommentar

4. Januar 2017 Kontext

DIE SETZUNG EINER GESTE     …auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens.   Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Dieweiterlesen

BILDARCHIV

8. März 2015 NICHTNICHTBILDER

– 2018 – 2017 – 2016 – 2015 – 2013 – 2012  – 2011 – 2010 – 2009 – 2008 – 2007 – 2004 – 2002 – 2000