Existentielle Kalligrafie

SOHEIT – Aktuelle Bilder

2. Januar 2019 NICHTNICHTBILDER

    Existentielle Kalligrafie ist keine Schrift. Ihre Zeichen sind Signatur, die vom Körper über die Geste zum Zeichen entbunden durch deren Materialität körpergebunden bleiben, so dass Körper und Geist, Form und Inhalt, Innen und Außen, Farbe und Nicht-Farbe, SOHEIT: Der sinnliche Resonanzraum Leben und dessen Vergeistigung zur Wahrheit nicht voneinander getrennt sind. Der sinnlich-geistige Bodytext hat keine festgelegte Semiotik, er wird nicht wie Schrift gelesen, seine Hermeneutik wird als offenes Bild erkannt. Durch eine Tat-Sache, die von keinem Ichweiterlesen

Soheit – ist mehr als Wahrheit erlaubt

2. Dezember 2018 NICHTNICHTBILDER

   10 Thesen zur Kalligrafie der wilden Semiose   1. „Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt“: In einer Zeit, in der der Algorithmus sich anschickt das neue Alphabet zu werden, als eines, das alles buchstabieren aber nicht alle buchstabieren können, so dass wir als Insassen einer Spaßgesellschaft erleben, wie das Rad der Aufklärung und Reformation zurückgedreht wird, in ein Davor, in dem der Mensch von Geheimschriften regiert wurde, nur das diese heute nicht mehr im Vatikan oderweiterlesen

BILDER MEINER AUSSTELLUNGEN

3. November 2018 NICHTNICHTBILDER

„Jürgen Tobegens jüngste Arbeiten bringen nicht nur den Raum zum Klingen, sondern verströmen eine Kraft, die eine Zäsur markiert, wie sie im Werke von Carl Orff die »Carmina Burana« bedeutet. An seinen Verleger schrieb Orff damals: »Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit Carmina Burana beginnen meine gesammelten Werke!« Ab jetzt ist Jürgen Tobegen >Tobegen<.“ Schrieb der Autor und Herausgeber Jörn Schütrumpf zur Ausstellung „Bodytext“ Januar 2018 in der Kapelle amweiterlesen

Vita

6. Januar 2017 Kontext

Geboren 1954 in Neumünster (Schleswig-Holstein) Hauptschüler/Elektromechaniker (bis Mitte 1977 in Neumünster) Berufsrevolutionär (KPD/ML, KJD, VSP bis Ende 1987 in Dortmund und Köln) Taxifahrer (seit 1990 in Berlin) Autodidakt in der Malerei (ab 1989) 1993 – 2015 Auseinandersetzung mit dem spontanen Ductus der Hand, der „écriture automatique“ (automatisches Schreiben) der Surrealisten, dem „Malprozess“ (offenes Bild) im Informel, dem „WuWei“ (absichtsloses Tun) der Taoisten und dem „Weg des Pinsels“ (Nicht-Geist-Nicht-Denken) im ZEN 2016 DAS SCHÖNE KRITZEL (Ontologischer Realismus) 2017 BODYTEXT (Kalligrafie neuweiterlesen

Reportage

5. Januar 2017 Kontext

Konzentriert steht Jürgen Tobegen vor drei Quadratmetern weißer Leinwand. Gedankenleer wird er impulsiv und frei bildhafte Schriftzeichen malen, Kalligrafien, eine jahrtausende alte Kunst. Er wird allein seinen Körper mit Gesten sprechen lassen und damit den Moment vor dem formulierten Gedanken darstellen. Ausreichend gegenständlich, um alles zu sagen, denn konkreter wäre zu wenig. Und weniger will er nicht. Schon während seiner Jugend in Neumünster, einer kleinen Stadt im Norden Deutschlands, wollte er ausdrücken, was er fühlte. Aber das geschriebene Wort warweiterlesen

Kommentar

4. Januar 2017 Kontext

Die Setzung einer Geste auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens. Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Die Uneindeutigkeit ist soweiterlesen

BILDARCHIV

8. März 2015 NICHTNICHTBILDER

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