"von SELBST"

Aktuell Farbe

2. Januar 2019 NICHTNICHTBILDER

        KEIN ZUFALL „von SELBST“ Der Zufall, auch der „kontrollierte Zufall“, auf den sich Jackson Pollock und Gerhard Richter beziehen, ist ein „äußerlich Hinzukommendes“, das unerwartet die Kausalität, hier einer „Konzeption“ durchkreuzt. Das setzt eine ikonografische Ästhetik voraus, die das Schöne als ein- und ausgrenzende Form sieht. Dem steht die kalligrafische Ästhetik entgegen, die von einer alles durchdringenden Lebensenergie ausgeht. Von dem Gewebe oder Geflecht einer Linie, die Kraft, Rhythmus, Lust, Freude, Frust, Trauer, Aggression zum Lebenshauchweiterlesen

Aktuell schwarz weiß

2. Dezember 2018 NICHTNICHTBILDER

    RHYTHM IS IT   „Alles führt dazu, zu glauben, dass ein Punkt des Geistes existiert, von dem aus das Wirkliche und das Vorgestellte (…), das Aussprechbare und das Unaussprechbare, das Oben und das Unten aufhören, als Widersprüche wahrgenommen zu werden“ (André Breton). „Nur wer >Li<, die Wirklichkeit erreicht (und nicht >Fischnetz und Schlinge< folgt, wie die Kopie der Wirklichkeit im Taoismus genannt wird) kann der Spontanität der Natur folgen und die Zartheit der Dinge wahrnehmen; sein Geist wirdweiterlesen

Die Wiederkehr der „Nudes“

6. November 2018 Bodytext

        „Durchdrungen vom Lebenshauch in nur einer einzigen Bewegung“, gelang es mir schon 2003 „Erscheinung und Substanz“ zu erfassen. Ganz so wie es in der Tradition der Taoisten von den Kalligrafen in China verlangt wurde. Im Gegensatz zu den Konfuzianern sahen sie die „kosmische Ordnung“ nicht in der mit „Fischnetz und Schlinge“ fassbaren Form. Sie folgten dem unfassbaren Lebenshauch, der nicht durch den Kalligrafen, durch ihn hindurch geschieht… Ich habe den spontanen Strich, der unfassbar dem Lebenshauchweiterlesen

BILDER MEINER AUSSTELLUNGEN

3. Oktober 2018 NICHTNICHTBILDER

„Jürgen Tobegens jüngste Arbeiten bringen nicht nur den Raum zum Klingen, sondern verströmen eine Kraft, die eine Zäsur markiert, wie sie im Werke von Carl Orff die »Carmina Burana« bedeutet. An seinen Verleger schrieb Orff damals: »Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit Carmina Burana beginnen meine gesammelten Werke!« Ab jetzt ist Jürgen Tobegen >Tobegen<.“ Schrieb der Autor und Herausgeber Jörn Schütrumpf zur Ausstellung „Bodytext“ Januar 2018 in der Kapelle amweiterlesen

Vita

6. Januar 2017 Kontext

Geboren 1954 in Neumünster (Schleswig-Holstein) Hauptschüler/Elektromechaniker (bis Mitte 1977 in Neumünster) Berufsrevolutionär (KPD/ML, KJD, VSP bis Ende 1987 in Dortmund und Köln) Taxifahrer (seit 1990 in Berlin) Autodidakt in der Malerei (ab 1989) 1993 – 2015 Auseinandersetzung mit dem spontanen Ductus der Hand, der „écriture automatique“ (automatisches Schreiben) der Surrealisten, dem „Malprozess“ (offenes Bild) im Informel, dem „WuWei“ (absichtsloses Tun) der Taoisten und dem „Weg des Pinsels“ (Nicht-Geist-Nicht-Denken) im ZEN 2016 DAS SCHÖNE KRITZEL (Ontologischer Realismus) 2017 BODYTEXT (Kalligrafie neuweiterlesen

Reportage

5. Januar 2017 Kontext

Konzentriert steht Jürgen Tobegen vor drei Quadratmetern weißer Leinwand. Gedankenleer wird er impulsiv und frei bildhafte Schriftzeichen malen, Kalligrafien, eine jahrtausende alte Kunst. Er wird allein seinen Körper mit Gesten sprechen lassen und damit den Moment vor dem formulierten Gedanken darstellen. Ausreichend gegenständlich, um alles zu sagen, denn konkreter wäre zu wenig. Und weniger will er nicht. Schon während seiner Jugend in Neumünster, einer kleinen Stadt im Norden Deutschlands, wollte er ausdrücken, was er fühlte. Aber das geschriebene Wort warweiterlesen

Kommentar

4. Januar 2017 Kontext

Die Setzung einer Geste auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens. Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Die Uneindeutigkeit ist soweiterlesen

BILDARCHIV

8. März 2015 NICHTNICHTBILDER

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