Kontext

Vita

6. Januar 2017 Kontext

Geboren 1954 in Neumünster (Schleswig-Holstein) Hauptschüler/ Elektromechaniker (bis Mitte 1977 in Neumünster) Parteifunktionär (KPD/ML, KJD, VSP bis Ende 1987 in Dortmund und Köln) Taxifahrer (seit 1990 in Berlin) Seiteneinsteiger und Autodidakt in der Malerei (seit 1989) 1990 – 1992 Versuche als Kopist (Portraits und Stillleben) 1993 – 2015 DIE SUCHE NACH DEM LYRISCHEN ICH*. Auseinandersetzung mit dem spontanen Ductus der Hand, der „écriture automatique“ (automatisches Schreiben) der Surrealisten, dem „Malprozess“ (offenes Bild) im Informel, dem „WuWei“ (absichtsloses Tun) der Taoistenweiterlesen

Reportage

5. Januar 2017 Kontext

KONKRET IST ZUWENIG Atelierbesuch der freien Journalistin Christina Praus für die Zeitung „Kiez und Kneipe“ – August 2015   Konzentriert steht Jürgen Tobegen vor drei Quadratmetern weißer Leinwand. Gedankenleer wird er impulsiv und frei bildhafte Schriftzeichen malen, Kalligrafien, eine jahrtausende alte Kunst. Er wird allein seinen Körper mit Gesten sprechen lassen und damit den Moment vor dem formulierten Gedanken darstellen. Ausreichend gegenständlich, um alles zu sagen, denn konkreter wäre zu wenig. Und weniger will er nicht.        weiterlesen

Kommentare

4. Januar 2017 Kontext

DIE SETZUNG EINER GESTE   …auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens. Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Die Uneindeutigkeit istweiterlesen