BODYTEXT

2. August 2019 NICHTNICHTBILDER

 

Die Wahrheit steht zwischen den Zeilen, das was die Welt im innersten zusammenhält ist kein Etwas, ist Rhythmus, dessen Geist der Mensch unbewusst-bewusst erfährt, der von der Leere (Stille) zur Form (Klang), von der Form (Gedanke) zur Leere (Bewusstsein) oszilliert, so dass der Mensch den Geist nur bedingt als Text, Bild, Symbol, Zahl erfasst, weil er durch ihn, durch ihn hindurch und nicht durch ihn geschehen kann. Meine Pinselarbeit versucht Kalligrafie als Körpersprache neu zu denken. Die Festlegung des gedanklich eingeübten Zeichens wird durch die Präsenz des spontanen Zeichens ersetzt, so dass aus dem „Braintext“ ein „Bodytext“ und dem Gedanken Bewusstsein wird. Der von der Hand ausgeführte Strich kann beides sein, ein vom Denken gelenkter Duktus, die Linienführung: „Ich will“ oder eine gedankenleere Fügung, der Ductus: „Ich bin“. Das „von Selbst“ hat Macht durch das Nicht-Machbare und das „Ego“ hat Macht durch das Gemachte. Der „Wille zur Macht“ erkennt auf dem Höhepunkt der Macht seine Ohnmacht, während der „Wille des Nicht-Machbaren“ die Macht ohne Ohnmacht, das „aus sich selbst drehende Rad“ ist.

 

 

 

 

 


2020 „EWIG WERDEN“, Installation für die Ausstellung „Weltmodern“ aus 17 Pinselarbeiten (Chinatusche auf Reispapier, auf weiß grundierte Baumwolle geleimt) aus fünf Jahren, 210x150cm


2019 „KLECKSSOFONIE V“, Chinatusche und Aquarell auf Reispapier, 50x70cm



2019 „TATSCH & DATSCH“, Chinatusche auf Reispapier auf weiß grundierte Baumwolle geleimt, 130x170cm (oben: Ausschnitt)


2019, „ONE TOUCH V“, Chinatusche auf Reispapier, auf weiß grundierte Baumwolle geleimt, 35x50cm

 



2019 „FLIP & FLOP“, Chinatusche auf Reispapier auf weiß grundierte Baumwolle geleimt, 130x170cm



2019 „DANCY & BANCY“, Chinatusche auf Reispapier auf weiß grundierte Baumwolle geleimt, 130x170cm