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4. Januar 2017 Kontext

DIE SETZUNG EINER GESTE


 

Dr. Stefanie Lucci

…auf einem Blatt verwandelt die Leere in eine Fläche der Einschreibung. Sie markiert eine Differenz, mit der die Schaffung einer eigenständigen Welt einsetzt. Sie definiert eine widersprüchliche Grenze, die zwei Seiten trennt und diese gleichzeitig verbindet. Einer zeichenhaften Schrift ähnlich macht ihr dynamischer Verlauf die Spuren von Gedanken sichtbar – in den Kreuzberger Hieroglyphen sind es die „Geistfahrzeuge“ Jürgen Tobegens.

Tobegens eigentümliche Syntax oszilliert zwischen Kalligrafie, Abstrakten Expressionismus, Informel, Tachismus und Automatismus. Die Uneindeutigkeit ist so irritierend wie humorvoll und lenkt zugleich die Aufmerksamkeit auf nichts als das Bildgeschehen selbst. Im Zentrum seiner Malerei steht: Bewusstsein erzeugen! Die vordergründige Profanität der Motive wie auch der Bildwitz fungieren dabei als Brücke in die Auseinandersetzung mit Welt. (Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin für die Internetplattform „artists.de“) Frau Dr. Stefanie Lucci

 

 


Stimmen zur „Bodytext“-Ausstellung

Januar 2018 in der „Kapelle am Urban“, Berlin-Kreuzberg


 

Jörn Schütrumpf

„Jürgen Tobegens jüngste Arbeiten bringen nicht nur den Raum zum Klingen, sondern verströmen eine Kraft, die eine Zäsur markiert, wie sie im Werke von Carl Orff die »Carmina Burana« bedeutet. An seinen Verleger schrieb Orff damals: »Alles, was ich bisher geschrieben und was Sie leider gedruckt haben, können Sie nun einstampfen! Mit Carmina Burana beginnen meine gesammelten Werke!« Ab jetzt ist Jürgen Tobegen – Tobegen“, schrieb der Historiker, Autor und Herausgeber   Jörn Schütrumpf

 

 

 

 

 

Matthias Hanselmann

Lieber Jürgen, vielen Dank für die beeindruckende Ausstellung. Ich habe es genossen, viele Minuten lang nur ein einziges Bild von Dir anzuschauen und dabei ins Träumen, Fantasieren und Nachdenken zu kommen. Denn dazu regen Deine Bilder an und lassen gleichzeitig viel Platz dafür. (Musiker, Moderator Deutschlandfunk Kultur) Matthias Hanselmann 

 

 

 

 

Ivan Sobolev

„Die Kreuzung von Musik und (insbesondere „abstrakter“) Malerei hat mich schon immer sehr inspiriert, weshalb ich bei meinen Erlebnis-Konzerten wie den Klaviermeditationen immer versuchte, sie in einen unaufdringlichen, poetischen Dialog zu bringen. (…) Im Januar begleitete ich dann Jürgens Bilder bei seiner Vernissage und die Zuschauer versicherten uns, durch die Klänge eine neue Dimension der Werke erfahren zu haben. Zwei Wochen später begleiteten seine Werke dann die Klaviermeditationen. Wir machten die Kerzen an und das Licht aus, wodurch ihre Präsenz, so schien es mir, um so stärker wurde. Majestätisch, beschützend, geheimnisvoll. Die Grenzen zwischen Ton und Farbe, wie von Raum und Zeit wurden durchlässig.“ (Musiker, Kunstwissenschaftler) Ivan Sobolew 

 

 

Hilde Kappes

„Wir haben gestern den Workshop (Meditatives Singen) in der Kapelle gemacht (…). Ich danke den wenigen für ihre Vollblut Anwesenheit gestern !!! Und der Kapelle, dass es sie gibt (Mary France Jallard Graetz) …bin unendlich verliebt in den Raum….und die Bilder von Jürgen Tobegen…: wahnsinnig beschützend und aufregend zugleich diese Kunst, die da hängt !!!“ (Performerin)  Hilde Kappes