… Das wahre Bild hat keine Geländer… Es steht nicht fest… Die Wahrheit eilt vorüber… Mit einer Gewalt, die nicht zerstört, ist Körperschrift das „Gebende-Gebärende“… Ein „Raumling“, der gibt, ohne zu nehmen, der malt, ohne zu sehen, der klingt, ohne zu hören, der zeitlos ist, hier und überall… Als „écriture désintéressé“ kehrt das Akzidenz den Weltverlust des Heiligen um – „Weniger ist mehr“…

Lob der vierten Sache

 

(…Die Ikone ist im weitesten Sinne ein Leitbild über das sich das Heilige, Werte, Vorstellungen, Lebensgefühle artikulieren, während das Akzidens (mit s oder z) das Nebensächliche und Zufällige ist, das, wie der Wind beim Segeln, zur Hauptsache werden kann oder als Hauptsache im Nebensächlichen steckt, wie das Gesetz des Pythagoras im Dreieck, das kopernikanische Gesetz in der Erde und die Evolution im Leben auf ihr. Während das Akzidenz mit z im Druckgewerbe nebensächliche Drucksachen wie Prospekte, Werbung, Einladungskarten… bezeichnet und in der Typografie, die Ausgestaltung der Buchstaben mit Glyphen, mit Linien meint, die über den Buchstaben hinaus auf das Schriftbild verweisen. In der Kalligrafie wiederum wird aus der Glyphe ein Rhythmus, der die Schrift als Körperschrift zum Klingen bringt, so dass Schrift hörbar, Musik für die Augen ist…)


01/22 „NICHT-MANN“ (Ausschnitt)

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Ausschnitt aus 3/21 „FRÜHLINGSGEFÜHLE“ II

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Vita: Der Maler muss im Bild verschwinden



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